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Leitlinien für Bildungspartnerschaften in Zeiten von Corona

Darstellung von Coronaviurs

Foto: pixabay | TheDigitalArtist

Eine Bildungspartnerschaft bedeutet die Begegnung mit außerschulischen Lernorten und Personen und fast immer eine Abwechslung vom schulischen Tagesablauf – beides ist derzeit gar nicht oder nur unter erschwerten Bedingungen möglich oder eher weiter unten auf der Liste der dringlichen Aufgaben der Schulen angesiedelt. Gerade jetzt sind die Potenziale, die außerschulische Lernorte etwa in Feldern wie kultureller, historisch-politischer, naturwissenschaftlich-technischer Bildung oder Leseförderung zu bieten haben, besonders wichtig und können sogar Beiträge zur Bewältigung der Situation leisten. Viele Schülerinnen und Schüler sind aus unterschiedlichen Gründen tiefgreifend verunsichert, viele auf sich selbst zurückgeworfen und sehnen sich nach Austausch. Die verschiedenen Bildungseinrichtungen einer Kommune können partnerschaftlich einen Beitrag dazu leisten, dass Horizonte offen bleiben und Blickwinkel geweitet werden. Auch wenn es derzeit auf den ersten Blick luxuriös erscheint, eine Bildungspartnerschaft zu pflegen, werden beim genaueren Hinsehen unterstützende und entlastende Aspekte deutlich: An den außerschulischen Lernorten sind Räumlichkeiten, Konzepte und pädagogisches Personal vorhanden, das Lehrkräften gern zur Seite steht. Auch außerschulische Lernorte bereiten sich derzeit intensiv auf ihre Publikumskontakte vor, erarbeiten Hygienekonzepte und sind – sofern sie wieder öffnen dürfen – für den Austausch gewappnet.

Die nachfolgenden Hinweise sollen Schulen und ihre außerschulischen Partner bei der Weiterführung ihrer Bildungspartnerschaften unterstützen und nützliche Informationen in Form einer Handreichung zusammentragen.


Was ist überhaupt erlaubt?

Veranstaltungen mit außerschulischen Partnern, die in der Schule stattfinden, können durchgeführt werden, dies ist ausdrücklich in der 12. Schulmail vom 03.04.2020 formuliert. Dagegen dürfen per Erlass vom 24.03.2020 Veranstaltungen außerhalb der Schule bis zu den Sommerferien nicht stattfinden. Für außerschulische Partner bedeutet dies also, es ist möglich, dass sie – selbstverständlich nach Absprache mit den Schulleitungen – in die Schulen kommen und dort mit Klassen während deren Präsenzzeit arbeiten. Nach den Sommerferien sind laut Erlass vom 28.05.2020 Exkursionen zu außerschulischen Lernorten unter Beachtung der Infektionsschutz-Maßnahmen wieder möglich.

Für die Durchführung von Veranstaltungen jeglicher Art hat jede Schule einen Hygieneplan vorzulegen. Alle Vorschriften und Regelungen sind auf den Informationsseiten des Schulministeriums veröffentlicht und lassen sich unter folgenden Stichworten einsehen:


Handreichung mit konkreten Hinweisen für außerschulische Partner

Zur Durchführung von Veranstaltungen im Rahmen der derzeit geltenden Sicherheitsauflagen hat Bildungspartner NRW eine Handreichung erstellt, die außerschulischen Partnern helfen soll, ihre Angebote im Hinblick auf die zur Zeit gegebenen Rahmenbedingungen zu planen.


Beispiele für Kooperationen mit Theatern


analoge Angebote in der Schule:
  • mobile Theaterstücke
  • Open-Air-Theater: Audiowalks, Theateraufführungen, Stationentheater
  • Workshops (ergänzend zum Präsenzunterricht)
digitale Angebote:
  • Workshops live und partizipativ
  • diskursive Formate, z.B. Expert*innengespräche, Lesungen
  • interaktive, digitale Mitmachaufgaben und Tutorials, zukünftig auch mit der App BIPARCOURS
  • Inszenierungsmitschnitte (begleitet durch Theatermitarbeiter*in vor Ort oder digital dazugeschaltet)
  • virtueller Blick hinter die Kulissen (mit unterschiedlichen Schwerpunkten, z.B. wie ein Stück entsteht, Berufe am Theater)
Mit Beginn des neuen Schuljahres können die Angebote um viele bekannte Elemente erweitert werden:
  • Theaterbesuche mit Schülerinnen und Schülern
  • Workshops und Projekttage im Theater
  • Fortbildungen für Lehrkräfte in Theater oder Schule
  • diskursive Formate zu aktuellen Themen
Theater für junges Publikum in Ihrer Nähe finden Sie auf der Webseite Arbeitskreises der Kinder- und Jugendtheater in Nordrhein-Westfalen. Für individuelle Absprachen stehen die Theater jederzeit zur Verfügung.

Seite zuletzt geprüft und aktualisiert: 11.Juli 2020

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