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Wettbewerb Kooperation. Konkret. 2021

Schultasche mit Pokal

Foto: Dominik Schmitz | LVR-ZMB

„Kooperation geht digital“ lautete das Motto des diesjährigen Wettbewerbs Kooperation.Konkret. Er stand somit ganz im Zeichen der Digitalisierung und der damit verbundenen Chancen für das außerschulische Lernen.

Seit 2006 zeichnet Bildungspartner NRW mit diesem Wettbewerb kommunale Bildungseinrichtungen und Schulen für besonders kreative und beispielhafte Kooperationsideen aus.

Gesucht wurden diesmal Praxisbeispiele, die eine digitale Brücke zwischen Schule und außerschulischem Lernort bauen. Aufgrund pandemiebedingter Einschränkungen standen und stehen Schulen und außerschulische Lernorte vor der Herausforderung, ihre Bildungspartnerschaften neu zu denken. Die Beiträge sollten die Frage beantworten, wie außerschulische Kooperationen und Lernangebote aufrechterhalten werden können, wenn der Besuch am außerschulischen Lernort nicht stattfinden kann.


Zwei Schueler mit Aufnahmegeraet im Interview

Foto: Andreas Weinhold | Bildungspartner NRW

Zeigefinger eines Schülers auf digitalem Netz

Foto: Andreas Weinhold | Bildungspartner NRW

Kinder machen ein Foto mit Handy

Foto: Dominik Schmitz | LVR-ZMB



Die Gewinner

Mit dem Fahrrad auf den Spuren des römischen Limes - Augmented Reality zum römischen Neuss
Marie-Curie-Gymnasium Neuss | Clemens-Sels-Museum

Dieses Kooperationsvorhaben sieht eine schülernahe und mit Elementen von Augmented Reality versehene Radtour auf der ehemaligen römischen Limesstraße mit ca. 20 Stationen vor. Die im Stadtbild leider nicht mehr erkennbare römische Geschichte der Stadt Neuss soll anschaulich aufbereitet werden. An manchen Stationen wird eine Überlagerung des heutigen Stadtbildes mit dem Aussehen in römischer Zeit in Gestalt eines geteilten Bildes zu sehen sein. Die Texte und Materialien werden durch die Schülerinnen und Schüler der Geschichtswerkstatt gesichtet, unter Anleitung didaktisiert und in die App BIPARCOURS integriert. Als Grundlage für die Arbeiten der Schülerinnen und Schüler dient eine reichhaltige Materialauswahl (Quellen und didaktisiertes Material), die vom Clemens-Sels-Museum zur Verfügung gestellt wird. Auch bei der technischen Umsetzung in BIPARCOURS übernehmen die Schülerinnen und Schüler den Großteil der Arbeiten.

Die Jury beeindruckte an dem Neusser Kooperationsvorhaben besonders die Verknüpfung der Nutzung digitaler Tools, das „Er-Fahren“ der Geschichte – das Unterwegs-Sein und der hohe Anteil, der von den Schülerinnen und Schülern selbst gestaltet wird. Die Schülerinnen und Schüler erleben nicht nur bewegte Geschichte, sondern werden auch in die didaktische Aufbereitung der Inhalte miteinbezogen und integrieren die Materialien in die App BIPARCOURS zu einem Parcours mit verschiedensten Stationen. Durch die geplanten Augmented- Reality-Elemente wird in besonderer Weise auf die Lebenswirklichkeit der Schülerinnen und Schüler Bezug genommen und motivierend die Auseinandersetzung mit der Geschichte der eigenen Stadt angeregt. Die Jury war sich einig: „Mehr kann man aus BIPARCOURS nicht rausholen – das Optimum, wie man diese App einsetzen kann!“ Zudem wurde die Nachhaltigkeit dieses Projektvorhabens unterstrichen, langfristig und von vielen verschiedenen Schülergruppen kann die digital begleitete Radtour immer wieder zum Einsatz kommen.

Ko – Op – Cast
Albert-Schweitzer-Schule Krefeld | Villa Merländer, Kresch Theater Krefeld, Städtische Bühnen Krefeld/ Mönchengladbach, Kaiser-Wilhelm Museum, Museen Haus Esters/ Lange

Das Kooperationsprojekt der Albert-Schweizer-Schule in Krefeld mit verschiedenen Bildungspartnern insbesondere aus dem Bereich der kulturellen Bildung ermöglicht Schülerinnen und Schülern, selber Podcasts zu erstellen und sich gleichzeitig mit außerschulischen Lernorten in der Stadt auseinanderzusetzen. Der Besuch am außerschulischen Lernort wird medial von Schülerinnen und Schülern vor- beziehungsweise nachbereitet. Die Kooperationspartner haben die Möglichkeit, Informationen zu beispielsweise neuen Ausstellungen oder Theaterproduktionen zu geben. Die Schülerinnen und Schüler transformieren die Inhalte anschließend in Form von Recherche und Verarbeitung in ein Podcast-Audioformat. Auch unterschiedliche Textsorten wie Reportage, Interview oder Dokumentation können von Schülerinnen und Schülern auf diese Weise spielerisch erprobt werden.

Die Jury überzeugte bei diesem Beitrag besonders das mediale Vorhaben und die interessante und fortlaufende Auseinandersetzung mit den Bildungspartnern. Schülerinnen und Schüler gestalten das Projekt von Anfang an mit, ohne vorgefertigte Inhalte zu nutzen. Ein enger Kontakt zu den Bildungspartnern wird aufgebaut und gestärkt. Dabei entwickeln die Schülerinnen und Schüler ganz nebenbei kommunikative Fertigkeiten und wichtige Medienkompetenzen. Sie erhalten einen Blick hinter die Kulissen eines Podcast-Studios, das auch im Hinblick auf die spätere Berufswahl interessant sein könnte.Anerkennend hob die Jury zudem hervor, dass dieses in hohem Maße schüleraktivierende Kooperationsprojekt auf lange Zeit ausgerichtet ist und an vorhandene Strukturen und Beziehungen der Realschule anknüpft.

Familie forscht – Kitas und Schulen auch
BNE-Regionalzentrum Stiftung Natur und Landschaft Westmünsterland | Grundschulen im Kreis Borken

Unter der Leitung und auf Initiative des BNE-Regionalzentrums Stiftung Natur und Landschaft Westmünsterland hat sich eine Kooperationsgemeinschaft verschiedener Bildungsakteure aus dem Kreis Borken zur Unterstützung der Familien und Schulen während der Coronapandemie im außerschulischen Lernort „Zuhause“ gegründet. Mit Angeboten zum Selberforschen im schulischen oder häuslichen Umfeld (Homeschooling) soll der Kontakt zu den Schulen auch im Lockdown und darüber hinaus bewahrt und/oder erste Erfahrungen mit den jeweiligen Themen der fünf verschiedenen Bildungsanbieter ermöglicht und so ein Anreiz für eine Kooperation mit den außerschulischen Partnern geschaffen werden. Die Experimente mit Versuchen für jede Jahrgangsstufe der Grundschule decken viele Bereiche des Sachunterrichtslehrplans ab.

Der Jury imponierte bei diesem Kooperationsbeispiel insbesondere die Anknüpfung an die Lebenswelt der Grundschülerinnen und -schüler. Sie werden auf ganz verschiedenen Wegen erreicht und mit niederschwelligen und barrierefreie Angeboten abgeholt. Dies passt hervorragend in die aktuelle Zeit, in der durch die Pandemie viel Austausch verloren geht. In verschiedenen Sprachen und in leichter Sprache werden junge Schülerinnen und Schüler über die Grundschule, aber auch durch spezielle Familienangebote erreicht. Digitale Formate bereits bei jüngeren Kindern zu etablieren und Sprache als Barriere abzubauen, überzeugte die Jury. Anerkennung erlangten auch die verschiedenen Settings und Angebote wie Online-Audioguide, Forscherheft und Tagebuch, die vor allem durch den Zusammenschluss vieler Kooperationspartner zu Stande gekommen sind.


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Seite zuletzt geprüft und aktualisiert: 19.April 2021

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